Page 48 - Jahrbuch 2019
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AUSSERSCHUISCHE                                                                            LERNORTE






                                                                                                                                                                  Exkursion des Biologie LKs in das Forschungsla-

                                                                                                                                                                  bor der Universität Wuppertal


                                                                                                                                                                  Am 17. Mai 2019 besuchte der derzeitige Biologie LK die Ber-
                                                                                                                                                                  gische Universität Wuppertal mit dem Anliegen, mehr über
                                                                                                                                                                  DNA Sequenzierung zu erfahren. Dafür hatte Frau Knappe,
                                                                                                                                                                  die Tutorin, zuvor einen Kurs gebucht in dem es um Folgendes
                                                                                                                                                                  ging: Zunächst haben wir einen „Fall“ zugewiesen bekom-
                                                                                                                                                                  men. Es gab einen Mord bei dem DNA-Spuren sichergestellt
                                                                                                                                                                  wurden und wir sollten  dann herausfinden von wem diese
                                                                                                                                                                  DNA ist. Zunächst haben wir die Vorgehensweise theoretisch

                                                                                                                                                                  durchgesprochen, bevor wir in die Praxis wechselten. In dem
                                                                                                                                                                  Forschungslabor gibt es strenge  Regeln: Man darf sich nur
                                                                                                                                                                  mit einem Kittel und Handschuhen darin aufhalten und muss
                                                                                                                                                                  beim  Experimentieren  meistens  eine Schutzbrille tragen.
                                                                                                                                                                  Zunächst  präparierten wir eine vorgefertigte  DNA,  von ei-
                                                                                                                                                                  nem der „Verdächtigen“ oder dem „Opfer“. Diese musste
                                                                                                                                                                  dann die restliche Zeit die wir gearbeitet  haben  in einem
                                                                                                                                                                  sogenannten Thermocycler verbringen um eine PCR durch-
                                                                                                                                                                  zuführen, also vervielfacht zu werden. In der Zeit haben wir
                                                                                                                                                                  unsere eigene DNA isoliert, also das Innere des Zellkern aus
                                                                                                                                                                  der Zelle und aus dem Zellkern herausgeholt. Dafür hatten

                                                                                                                                                                  wir ein Versuchsskript und wir mussten mit verschiedenen
       Bildungspartnerschaft                                                                                                                                      zusätzlichen Stoffen arbeiten, wie z.B. mit Ethanol (Alkohol)

       Das THG pflegt seit Anfang 2018 eine Bildungspartnerschaft mit dem Deutschen Röntgen-                                                                      um die DNA zu reinigen. Als wir damit fertig waren, haben
       Museum in Remscheid-Lennep. Im Physikunterricht besuchen die sechsten Klassen im Mai                                                                       wir mit der vorgefertigten DNA vom Anfang weitergearbe-
       das Röntgen-Museum und nutzen die interaktive Führung „Fritzparcours“ für einen ersten                                                                     itet, indem wir eine Gelelektrophorese durchgeführt haben.
       Überblick über die Tätigkeit eines Wissenschaftlers.                                                                                                       Dabei gießt man die isolierte DNA auf ein Gel um bestimmte
       Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 besuchen im Rahmen ihres Physikunter-                                                                        Merkmale  durch dann im UV Licht erscheinende   Banden

       richts im Juni  ebenfalls das Röntgenmuseum. Sie führen zum einen den interaktiven „Bi-                                                                    bestimmen zu können. Dadurch konnten wir die DNA, die am
       parcours“ durch, um mehr über Entdeckung und Anwendung von Röntgenstrahlung zu                                                                             Tatort gefunden wurde, eindeutig einer Person zuweisen. In-
       erfahren. Zum anderen werden die Versuche des „RöLab“ am Röntgen-Museum als außer-                                                                         sgesamt haben wir viele neue Dinge kennengelernt und der
       schulischen Lernort genutzt, um dort im „Praktikum Umweltradioaktivität“ Experimente                                                                       Ausflug war sehr lohnenswert.
       zur Untersuchung von Radioaktivität durchzuführen. Im Physikunterricht der Oberstufe
       wurde das „RöLab“ im Dezember besucht, um Versuche mit Röntgengeräten durchzufüh-
       ren und so die Eigenschaften und mögliche Anwendungen von Röntgenstrahlung zu er-
       forschen. Gleichzeitig wurden vertiefte Untersuchungen von Quellen ionisierender Strah-
       lung durchgeführt.
       Die Physiklehrer motivieren unsere Schülerinnen und Schüler dazu, die Möglichkeiten des
       „RöLab“ für Facharbeiten zu nutzen und die Kurse zur Medizinphysik am Röntgen-Museum

       zu besuchen.

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